Aktuell

1. Mai 2021

Premiere am 1. Mai: Ich veröffentliche erstmals eine jener Gedächtnis-stützenden Präsentation Linz-VISKOM-VO-131211-FB einer meiner Linzer Vorlesungen. Das darin beschriebene und reflektierte Ereignis fand heute vor genau zehn Jahren statt, meine vierstündige Vorlesung, in der ich die es betreffenden Bildzeugnisse mit den Student·innen diskutierte, anderthalb Jahre später.

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26. April 2021

Talking Perfectly Loud

»The Hill We Climb« von Amanda Gorman habe ich begonnen, gleich nach ihrem Auftritt bei der Inauguration von US-Präsident Joseph Biden im Jänner 2021 zu übersetzen. Nun ist der Text fertig, nebst einigen Bemerkungen dazu.

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21. Februar 2021

In loser Folge schreibe ich ab nun hier meine Sonette auf. Die Idee dazu kam in einem Briefwechsel mit meinem Kölner Freund Josef Golderer. Wir sollten wieder mehr Sonette schreiben! Siehe dazu auch

Robert Gernhardt

Und was die Wikipedia dazu zu sagen hat

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Verfrühter Frühling
(21. Februar 2021)

Es ist der Mond, der dieser Tage alles ändert, und
aus den wasserweißen Wiesen lugt ganz zart
hervor ein junges Grün, verankert tief im Grund
der dunklen Erde. Das Grün, es ist am Start

ständigen Strebens direkt rauf zum Licht,
und mit der Zeit kommt auch mitunter eine Blüte
raus aus der Knospe, vor unser Gesicht.
Und das tut gut dem grübelnden Gemüte,

denn: es sehnt sich rauf zum Blau, zum Hellen,
rauf zum klaren, gelben Schein der Sonne,
der, ins Eck gepinselt wie auf Aquarellen,

gemalt von Kinderhand, sich hält und zeigt.
Vorbei ist jetzt das kalte, finstre Leben in der Tonne.
Hinaus, hinauf, hinan zum Licht nun alles Leben steigt.

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Donaugang
(1. März 2021)

Es ist heut schön entlangzugehn
am breiten Fluss – und über dir ein blaues
Zelt, so jung und auch hell anzusehn.
Der vielbegangne Weg, er ist ein graues

Band zu deinen Füßen. Es singen frühe Vögel,
das Wasser wandert träg an dir vorbei,
und auf ihm sonnen sich die Entenvögel,
sie treiben still und träg an dir vorbei.

Der sanfte Sang und auch die laue Luft,
sie lockern und sie weiten deine Lunge,
ein kleines Lied formt sich auf deiner Zunge

und du – die Leier draußt im Märzenduft –
beginnst, ganz leis und sachte auf dem Weg zu springen
und zu singen; und auch der Fluss vernimmt dies Klingen.

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24. Dezember 2020

Hades und sein Kosmos

Die Headline dieser Ankündigung ist zugleich der Titel eines Buches, das ich in den vergangenen vier Jahren ganz diszipliniert an jedem Donnerstag geschrieben habe; und seit es die Pandemie-bedingten Ausgangsbeschränkungen gibt (also seit 12. März 2020), habe ich täglich dran geschrieben. In diesem Buch, das ca. 250 Seiten hat und hoffentlich 2021 erscheinen wird können, schreibe ich über die Kunst des bekannten Linzer Karikaturisten Gerhard Haderer. Er feiert nämlich 2021 seinen 70. Geburtstag. Haderer hat für »profil« gezeichnet, für das Magazin »Stern«, und an jedem 18. des Monats erscheint sein wunderbares Schundheftl MOFF – Schwarz-weiß-Cartoons und -Comics im Piccoloformat. Politische Karikaturen zeichnet er derzeit für »News«. Mein Buch habe ich mit Unterstützung der Oberösterreichischen Landesregierung geschrieben.

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März 2020

Flüsternde Fragmente

Eine Besprechung von Peter Trawny: Philosophie der Liebe, S. Fischer: Frankfurt am Main 2019, 270 Seiten.

Ein Leitsatz dieses hier anzuzeigenden und – man kann jetzt schon sagen – sehr schönen Buches könnte lauten: »[…] die Sprache der Liebenden ist ein Flüstern […]«.

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Oktober 2019

Rechtschaffen und entsetzlich

Ein Rezensionsessay über das fantastische Buch »Daniel-Pascal Zorn: Das Geheimnis der Gewalt. Warum wir ihr nicht entkommen & was wir trotzdem dagegen tun können, Stuttgart: Klett-Cotta 2019«

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Oktober 2019

Club 2 war keine Talkshow

Rezension von Oliver Weber: Talkshows hassen. Ein letztes Krisengespräch, Cotta/Tropen: Stuttgart 2019, 156 Seiten

»Talkshows hassen – Ein letztes Krisengespräch« von Oliver Weber ist ein ebenso dicht wie hervorragend und amüsant geschriebenes Buch, ausgezeichnet begründet und gewissenhaft recherchiert. Es verdient sich möglichst viele Leserinnen und Leser. Höchste Leseempfehlung!

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Juli 2019

Das Fragen in Gang halten

Rezension von Daniel-Pascal Zorn: Shooting Stars – Philosophie zwischen Pop und Akademie, Vittorio Klostermann: Frankfurt am Main 2019 (= Klostermann Essay 2)

Der überaus fleißige und produktive Philosoph Daniel-Pascal Zorn hat ein neues Buch vorgelegt, einen Essay über das Verhältnis von Populärphilosophie und akademischer Philosophie, der ganz ausgezeichnet ist. Höchste Leseempfehlung!

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August 2018

Das Licht anmachen

Rezension von Daniel-Pascal Zorn: Einführung in die Philosophie, Verlag Vittorio Klostermann: Frankfurt am Main 2018

Von einer Einführung in die Philosophie kann auf vielerlei Weisen gesprochen werden. Bücher, die diesen Anspruch erheben, gibt es wie Sand am Meer, meist reihen sie »Denkschulen« aneinander, oder sie zeigen Epochen der Philosophie in ihrem historischen Zusammenhängen.

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Mai 2018

Als ob da nichts gewesen wäre

Über Michael Köhlmeiers Rede am Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus 2018.

Am 4. Mai 2018 fand im österreichischen Parlament eine Gedenkveranstaltung gegen Gewalt und Rassismus statt. Traditioneller Anlass dafür sind das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung der Menschen aus dem Konzentrationslager Mauthausen/Oberösterreich 1945. Bei jener Veranstaltung war der Schriftsteller Michael Köhlmeier als Festredner geladen, und er hat eine Rede gehalten, die von den Regierungsparteien FPÖ und ÖVP hernach heftig kritisiert wurde (Stand: 6. Mai 2018).

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Oktober 2017

Wer muss, hat keine Wahl. Über eine neue Aufklärungsschrift

Im Klett-Cotta-Verlag ist 2017 nach der beeindruckenden »Logik für Demokraten« von Daniel-Pascal Zorn ein weiteres Buch erschienen, das der Philosoph Zorn diesmal gemeinsam mit dem Historiker Per Leo und dem Juristen Maximilian Steinbeis geschrieben hat: »mit Rechten reden. Ein Leitfaden«.

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Juli 2017

»Logik für Demokraten«

Für Daniel-Pascal Zorns Buch »Logik für Demokraten«, das zweifellos als großer Wurf zu bezeichnen ist, hält das Englische das schöne Wort »pageturner« parat. Was Besseres lässt sich von einem Buch sagen, als dass es einen nicht loslässt?

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Mai 2017

Der Wolf, der Zorn, die Demokratie

Warum Armin Wolf seine Praxis der TV-Gesprächsführung beibehalten sollte.

Es gibt viele Anlässe, eine Glosse wie diese zu schreiben: ein markantes Erlebnis, ein tolles Buch, eine fehlgeleitete Diskussion. Grund aber gibt es – vorerst noch – nur einen: die öffentliche Gesprächskultur lässt stark zu wünschen übrig.

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März 2017

Es gibt einen neuen Text: Ich glaub das trotzdem. Und nach langer langer Zeit habe ich auch meine Linkliste gesäubert und aktualisiert. Jene paar Essays, die hier seit 2014 im Bereich »Aktuell« zu lesen waren, habe ich nach »Aufsätze und Feuilletons« verschoben. Enjoy!

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Jänner 2017

Die handliche Karte

Im März wird im Mandelbaum-Verlag ein Buch erscheinen, in dem die Künstlerin Angela Dorrer ihre Handscapes zeigt. – Seit Jahren schon malt Angela Dorrer Landkarten in die Hände der Menschen – Handscapes.

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Mai 2016

Mitte Mai war ich zu einer internationalen Konferenz in Prishtina/Kosovo eingeladen: »Two Philosophers of Being: Mulla Sadra and Martin Heidegger«. Eingeladen haben das »Ibni Sina Institute / Prishtina« und die »Kosovo Philosophical Association«. Der hier erhältliche Text ist der Vortrag, den ich dort gehalten habe. Ich danke sehr herzlich Herrn Dr. Kristë Shtufi für die Einladung zur Tagung und für die Übersetzung meines Vortrags ins Albanische. (Dokument: PDF, DIN A4 quer)

RossHeideggerRhetorikDesSeins

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Mai 2015

»polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren« ist neben dem Journal Phänomenologie wahrscheinlich die einzige österreichische Fachzeitschrift für Philosophie, die internationale Bedeutung hat. Ich freue mich, dass ich seit ihrem Start mit dabei bin, als Redakteur und als Lektor. polylog, schon längst online, geht einen Schritt weiter und hat Beiträge vergangener Bände digitalisiert, die nun – seit 12. Mai 2015 – zur Verfügung stehen. Der Gründer unserer Zeitschrift, Prof. Franz Martin Wimmer, hat das getan und die Redakteurinnen und Redakteure gebeten, das und die eigenen Beiträge bekannt zu machen. Hier eine Übersicht über meine Arbeit für polylog (die Buchtipps sind nicht online verfügbar):

Herausgeber:
mit Tina C. Ambos: »Formen des Philosophierens.« polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren 15/2006

mit Anke Graneß: »Heidegger interkulturell?« polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren 31/2014

Beiträge:
»Aufklärung mit anderen Mitteln. Zu: F.M. Wimmer: Globalität und Philosophie.« In: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, 10/11/2004, S. 197

mit Martin Weiß: »Für eine multipolare Welt – ein Gespräch mit Gianni Vattimo.« In: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, 12/2004, S. 59–69 (Übersetzt aus dem Italienischen von Martin Weiß)

mit Tina C. Ambos: »Thema: Formen des Philosophierens.« In: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, Nr. 15/2006, S. 3–5

mit Anke Graneß: »Editorial: Heidegger interkulturell?« In: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, 31/2014, S. 2–6

»Martin Heideggers Schwarze Hefte.« In: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, Nr. 31/2014, S. 81–84

Übersetzungen:
mit Tina C. Ambos: »Anand Amaladass: ›Literarische Formen des Philosophierens‹.« In: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, 15/2006, S. 7–17

»Sari Hanafi: ›Kulturelle Differenz oder kulturelle Hegemonie?. Meinungsfreiheit und Universalität im Streit um die dänischen Karikaturen‹.« In: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, 17/2007, S. 25–37

»Marlies Glasius: ›Weltzivilgesellschaft und die Aussichten für eine globale Öffentlichkeit‹.« In: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, 18/2007, S. 5–20

»Bekele Gutema: ›Anton Wilhelm Amo‹.« In: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, 25/2011, S. 133–44

»Uchenna Okeja: ›Migration und globale Gerechtigkeit: Afrikanische Sichtweisen‹.« In: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, 30/2013, S. 25–40

»Leonhard Praeg: ›Postkarten aus der Postkolonie‹.« In: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, 31/2014, S. 43–61

Buchtipps:
»Buchtipp zu: Klaus J. Bade u.a. (Hg.): Migrationsreport 2004. Fakten – Analysen – Perspektiven. 2004.« In: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, 13/2005, S. 132–33

»Buchtipp zu: Susanna Burghartz u.a. (Hg.): Berichten, Erzählen, Beherrschen. 2003.« In: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, 13/2005, S. 133–34

»Buchtipp zu: Susanna Burghartz (Hg.): Inszenierte Welten. Die west- und ostindischen Reisen der Verleger de Bry, 1590–1630. 2004.« In: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, 15/2006, S. 123–24

»Buchtipp zu: Barbara Hodgson: Die Wüste atmet Freiheit. Reisende Frauen im Orient 1717 bis 1930. 2006.« In: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, 18/2007, S. 108

»Buchtipp zu: Evelyn Hanzig-Bätzing und Werner Bätzing: Entgrenzte Welten. Die Verdrängung des Menschen. 2005.« In: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, 23/2010, S. 140–41

»Buchtipp zu: Monika Kirloskar-Steinbach: Gibt es ein Menschenrecht auf Immigration? Politische und philosophische Positionen zur Einwanderungsproblematik. 2007.« In: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, 23/2010, S. 145–46

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Oktober 2012:

Die famosen Damen vom System Jaquelinde wollten einen Text zu ihrem wunderbaren neuen Musikvideo des Parov-Stelar-Songs »The Princess«. Hier sind beide, Video und Text.

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September 2012:

Mein Aufsatz »Der leuchtende Mensch. Abstrakte Kunst als Beitrag zur philosophischen Anthropologie«, beschäftigt sich mit einem ästhetischen Aspekt der Farblehre Josef Albers’. In seinen Studien zur Farbwirkung »Interaction of Color« unterscheidet Albers »factual fact« und »actual fact« – Farbe als physikalisches So-Sein und als wirkende Tatsache. Ich treibe dieses Wortspiel weiter: »factual act« wäre dann der Malakt selbst, die Faktum gewordene künstlerische Aktion, die auf der Leinwand ihre Spuren hinterlässt. Dort, wo Abbilden nicht mehr stattfindet – in der Monochrommalerei –, erweist sich das einfärbig leuchtende Bild als identisch mit seinem Herstellungsprozess. Es ist der Mensch selbst, es ist sein Agieren, das sich so zeigt, weswegen man Monochrommalerei als genuin humanistische Kunst bezeichnen könnte; das ist meine abschließende These. Der Text ist nachzulesen in der im November 2012 erschienenen Festschrift für meinen philosophischen Lehrer Günther Pöltner, »Den Menschen im Blick«, dem ich viel verdanke und der heuer seinen 70. Geburtstag feiert.

Vorab-Sonderdruck (PDF, 12 Seiten):

MRossLeuchtenderMensch

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Oktober 2011:

Die Blickfängerin. (im Photosalon Helga)

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