Etwas sagen

Beantwortung der Frage »Wie kann politische Kommunikation in der digitalen Transformation kohärent begriffen werden?«, eingereicht am 1. August 2021 beim Essay-Wettbewerb der Dießener Klausur.

»φύσει γάρ, ὦ φίλε, ἔνεστί τις φιλοσοφία τῇ τοῦ ἀνδρὸς διανοίᾳ.«
(Platon: Phaidros, 279a) 1)

[1]

Es war noch nie so einfach, etwas zu sagen. Es war noch nie so einfach, anderen etwas mitzuteilen – und dies auch tun zu können; technisch gesehen. – Etwas sagen zu können und zu wissen: es wird wahrgenommen, was man sagt. Präziser: Etwas sagen zu können und im selben Moment, da man es sagt, zu wissen: es wird wahrgenommen werden, ohne auch gleich wissen zu können, wie der wahrnehmende Mensch dazu steht. Denn die inzwischen beinahe alles beherrschende allgemeine Verfügbarkeit des Gesagten oder Geschriebenen stellt sicher, dass es mindestens einen Menschen gibt, der das wahrnimmt, was man sagt. So kann man davon ausgehen, dass dieser mindestens eine wahrnehmende Mensch dem, was man gesagt hat, vielleicht zustimmt – vorausgesetzt, man erheischt eine solche Zustimmung.

So ungefähr (und auch so redundant) könnte man das Verhalten der Menschen beschreiben, die sich seit nun schon knapp zwei Jahrzehnten mittels der ›digitalen sozialen Medien‹ in der Welt tummeln, fotografierend, schreibend, zwitschernd. ›Digitale soziale Medien‹ steht hier deswegen in Anführungszeichen, weil die sich der einseitig-technischen Entwicklung unterwerfenden Begriffe ›digital‹ und ›sozial‹ nichts Neues sind: Auch Tageszeitungen, Wochenzeitschriften, Monatsmagazine, Jahrbücher – oder gar horribile dictu: Bücher! – sind sozial, weil leicht zugänglich. Und sie sind, indem sie sich egal welchen Themen auch immer widmen, hinweisend, hin-weisend, digital; »digitus« ist der (Zeige-)Finger. Wenn man sich also einer Reflexion einer wie auch immer zu verstehenden »digitalen Transformation« hingibt, dann griffe eine Beschränkung auf den bloß technischen Aspekt dieses Begriffs entschieden zu kurz. Eine fachgerechte Ausarbeitung von Fragen zu einer »digitalen Transformation« kann sich nicht auf diesen mechanistischen und im Grunde unterkomplexen Aspekt beschränken, weil jegliche Transformation per se in eine zu gestaltende Zukunft weist, auf ein Sein-Können aller, die diese Transformation ihren Bedürfnissen entsprechend gestalten wollen und dabei mitmachen und mögliche (Zwischen-)Ergebnisse eines derartigen Wandels bedenken wollen.

Die veröffentlichte Wettbewerbsfrage »Wie kann politische Kommunikation in der digitalen Transformation kohärent begriffen werden?« ist mehr als nur problematisch, denn sie ist allzu voraussetzungsvoll und erscheint als nicht hinreichend ausgearbeitet. Dies zeigt sich vor allem an den Begriffen, die sie verwendet. Diese sollen hier nicht eigens reflektiert werden, denn man kann sich ja in einschlägigen Lexika kundig machen, insbesondere im »Historischen Wörterbuch der Philosophie«. Aber es genügt zunächst auch, das jeweilige alltägliche Begriffsverständnis zugrunde zu legen; oder Wikipedia zu konsultieren, ist ja egal. Die Intention der Frage wird mit der (parteipolitischen?) Metapher »Habeck-Paradox«2) nur unzureichend deutlich, weswegen sich die Vermutung, dass es stillschweigende und womöglich hermetische Voraussetzungen gibt, verstärkt hat. Als phänomenologisch arbeitender Philosoph bin ich naturgemäß primär an der Ausarbeitung der Frage interessiert, weswegen im Folgenden eine kurze Reflexion ihrer zentralen Begriffe versucht wird. Diese sind »Kommunikation« und »digital«. Allen anderen lege ich ein mehr oder weniger alltägliches, oder: geläufiges Verständnis zugrunde.

[2]

Die gestellte Frage lautet »Wie kann politische Kommunikation in der digitalen Transformation kohärent begriffen werden?« Was hier mit »politisch« gemeint sein mag, soll, wie gesagt, dem Alltagsverständnis dieses Begriffs überantwortet sein (polis, Stadt, Gemeinwesen etc.) und daher nicht näher erörtert werden. Für die Reflexion von »Kommunikation« ist aber wichtig, sich die Richtung vor Augen zu führen: Kommuniziert hier der Politiker mit dem Bürger, oder der Bürger mit dem Politiker? Oder wird das als Wechselverhältnis begriffen? Die Frage klärt das nicht. Darauf wird noch zurückzukommen sein.

»Kohärent« heißt ›zusammenhängend‹. Auch hier erscheint die Frage als unzureichend ausgearbeitet, denn was soll zusammenhängend begriffen werden? Und was hat das mit einem wie auch immer zu verstehenden »Digitalen« zu tun? – Es mag schon sein, dass die Wettbewerbsfrage sich eben das von den Teilnehmer·inne·n erwartet, nämlich eine Antwort darauf zu geben, allerdings sind an dieser Stelle die stillschweigenden Voraussetzungen angesiedelt. Auch ein aufmerksam hörender Leser kann nicht Gedanken lesen und erahnen, was womit zusammenhängen könnte und bedacht werden sollte. Den bloß binären Zusammenhang von Null und Eins zu bedenken kann nicht ernsthaft eine Herausforderung sein.

Allerdings, die von der Frage gebrauchten Begriffe »Kommunikation« und »digital« genauer zu betrachten scheint am lohnendsten. Auch diese beiden Wörter sind voraussetzungsvoll und im allgemeinen Sprachgebrauch höchst schwammig. Deswegen sollen sie hier im vorgegebenen engen Rahmen kurz reflektiert werden. Dafür ist eine vorläufige Bestimmung nötig. Kommunikation (communicare) wird im Weiteren verstanden als ›etwas gemeinsam haben, dies erkennen und die Gemeinsamkeit im wechselseitigen Austausch etablieren und eventuell verändern‹. Digital heißt ›hinweisend‹ (digitus, Finger, s.o.), der Duden führt als Definition »etwas in Ziffern darstellen« an und erwähnt, dass es auch eine definitio per negationem gibt: »nicht analog«. Das ist interessant, denn es entspricht dem allgemeinen Sprachgebrauch: Das Digitale – egal was man darunter verstehen mag – wird stets vor dem Hintergrund des ›Analogen‹ gedacht; auch hier ist egal, was man sich dabei vorstellt. Das betrifft auch und insbesondere sich avanciert wähnende geisteswissenschaftliche Diskurse über das ›Digitale‹.

[3]

Walter Ch. Zimmerli widmet sich in seiner Antrittsvorlesung von 2018 einer Reflexion des Sprachgebrauchs von »analog« und »digital«.3) Er sagt/schreibt darin: »Nicht nur bilden ›analog‹ und ›digital‹ keinen ausschliessenden Gegensatz, sondern es ist der menschliche Nutzer von (oder Mitspieler in) digitalen (binären) Prozessen, der an der Mensch-Maschine-Schnittstelle die beschriebene Transformationsleistung erbringen muss.« (Die »beschriebene Transformationsleistung« ist in Zimmerlis Text ein Lebensmitteleinkauf, den er zuvor im Rahmen einer Beispielargumentation ins Spiel bringt.) Und dann im nächsten Absatz: »In dem Moment also, in dem im engeren Sinne binär-digitale Prozesse lebensweltlich relevant werden, ereignet sich zwingend so etwas wie eine Wiederkehr des Analogen im Digitalen, da sonst das Digitale ohne Bedeutung bliebe.«

Zimmerli bringt hier einen weithin vernachlässigten und also unverstandenen Begriff ins Spiel, das ist die »Lebenswelt« – eigentlich ein seit Edmund Husserl bekanntes Phänomen. Auch wenn digitale Werkzeuge – von denen spricht Zimmerli in seiner Vorlesung – lebensweltlich immer relevanter werden, so können sie doch nicht ohne den Rückbezug auf das ›Analoge‹ angemessen begriffen werden. An dieser Stelle wird deutlich, wie voraussetzungsvoll jegliche Rede von »digitaler Transformation« ist: Sie bezieht sich nämlich lediglich auf den instrumentellen Charakter des Digitalen, also auf seine Werkzeugfunktion, und verzichtet auf eine reflektierte Darstellung des Phänomens. Solcher Bezug erscheint als nur halbdurchdacht. Sicher, digitale Medien sind in erster Linie lediglich Werkzeuge der Kommunikation, haben aber im Grunde genommen dieselbe Funktion wie das Papier, auf das Zeitungen gedruckt werden. Derzeit werden sie zumeist und gemeinhin zur Hauptsache gemacht, zu einer Art Selbstzweck, ganz dem ›Geist‹ des Neoliberalismus folgend, der zunehmend digitalisierungseuphorisch agiert. Das ist deswegen falsch, weil man doch hoffentlich immer etwas zu sagen hat; eine Sache mitteilen will; sachlich sein will. Unabhängig vom Transportmittel. Das Etwas-sachlich-sagen-Wollen gerät, so scheint es, immer weiter aus dem Blickfeld – nicht zuletzt seit »Digitalisierung« in aller Munde ist. Und es hat mit dem, was hier oben mit ›Kommunikation‹ bezeichnet wurde, nichts mehr zu tun – vor allem nichts mit politischer Kommunikation.4)

Politische Kommunikation, ein Beispiel: Ein regierender Politiker (no gendering required) sagt etwas über seine Absichten, das Gemeinwesen zu gestalten. Er verschafft sich Gehör, ich als polites höre es. Ich nehme es wahr. Ich nehme es für wahr, denn ich vertraue zunächst. Und im selben Moment weiß ich, dass der Politiker mich auch darauf einstimmen will, dass ich zustimmen soll, dem Thema und somit ihm, und womöglich für ihn stimmen soll bei den nächsten Wahlen. Hier ist der entscheidende Punkt: Ob er mir das via TV oder Zeitungsinterview oder Facebook sagt, ist vollständig irrelevant. Er sagt es. Fertig. – Hier bewährt sich ein mindestens zwei Jahrtausende altes europäisches Prinzip, das neben anderem die Grundlage für das Gelingen einer gesprächsweisen Argumentation ist, so wie das Aristoteles, Cicero und der Auctor ad Herennium beschrieben haben. Diese sei kurz dargelegt.

Jemand sagt etwas, behauptet etwas. Wenn man dem zustimmt, ist das Gespräch darüber obsolet, es wird vielleicht ein kommentierendes Plaudern oder Zwitschern; auch sehr nett. Wenn man dem nicht zustimmt, gibt es zwei Möglichkeiten: das Nachfragen und/oder das Widersprechen. Wer nachfragt, weiß etwas nicht, will etwas dazulernen, etwas genauer wissen. Die Aufgabe, das Behauptete begründend zu erklären, liegt beim Behaupter. Wenn er oder sie das tut, kommt ein Gespräch zustande. Wenn aber wer widerspricht, dann dreht sich die Situation um: Er oder sie hat dann nämlich die Aufgabe zu begründen, warum er oder sie widerspricht. Auch so kommt im Idealfall ein Gespräch zustande, weil dann die Argumente von Proponent und Opponent aufeinandertreffen und von den Gesprächsteilnehmer·inne·n geprüft werden. In beiden Situationen werden also, indem man miteinander spricht, Argumente ausgetauscht, man will jeweils seinen Standpunkt rechtfertigen. Es geht somit um das Gespräch, und zwar losgelöst davon, ob es analog, digital oder klingonisch durchgeführt wird. Es geht um die lebensweltliche Gemeinsamkeit, die ich mit meine·m·r Gesprächspartner·in habe, egal welchen Werkzeugs ich mich dabei bediene. Ob es ›analog‹ oder ›digital‹ bezeichnet wird, ist schlichtweg irrelevant. Es ist nämlich eine Frage der Bildung, wie ich welches Werkzeug für eine (politische) Kommunikation einsetze.5) Um es transformiert zu wiederholen: Ich werde doch hoffentlich etwas zu sagen haben, egal ob ich in der Gesprächssituation Proponent oder Opponent bin. Es ist eine Frage der Bildung, dieses Etwas sachangemessen formulieren zu können. Und es ist eine Frage der Bildung, erkennen zu können, ab wann ich ein Phänomen in seiner lebensweltlichen Bedeutung verabsolutiere und ab wann nicht. Die kritiklose Huldigung der so genannten »digitalen Transformation«, wie sie vor allem von den konservativ-reaktionären und neoliberalen politischen Parteien Europas gepflegt wird, ist in jeder Hinsicht höchst verdächtig.

[4]

Etwas sachangemessen sagen. Es scheint, als sei es schwierig, das zu tun. Und man möchte meinen, dass man das in der Grundschule/Volksschule lernt oder gelernt hat. Das ist offenbar nicht der Fall, das zeigt auch die Formulierung der Wettbewerbsfrage, weil sie sich an einer technisch-(natur)wissenschaftlichen Auffassung von Kommunikation zu orientieren scheint, die sich eher am binär-rechnenden Austausch zu orientieren scheint und so das komplexe Geschehen eines einfachen Gesprächs zu umgehen versucht. An dieser Stelle muss der vielgescholtene Martin Heidegger ins Treffen geführt werden, insbesondere sein weithin unverstandenes Diktum von der Wissenschaft, die nicht denkt. Heidegger sagt, dass die (Natur-)Wissenschaft rechnet. ›Denken‹ sei etwas anderes. Ohne in extenso auf diesen Gedanken einzugehen ist festzuhalten, was er sagt: »Wer das, was nur offenkundig wird, insofern es von sich her erscheint […], wer solches noch beweisen und bewiesen haben will, urteilt keineswegs nach einem höheren und strengeren Maßstab des Wissens. Er rechnet lediglich mit einem Maßstab und zwar mit einem ungemäßen.«6) Und auf derselben Seite legt er noch nach: »Beweisen, d. h. aus geeigneten Voraussetzungen ableiten, läßt sich alles. Aber Weisen, durch ein Hinweisen zur Ankunft freigeben, läßt sich nur Weniges und dieses Wenige überdies noch selten.«

Ohne dass es damals, als Heidegger das formuiert hat, den Begriff »Digitalisierung« gegeben hätte, treffen diese Sätze den Kern dessen, worauf sich die Preisfrage bezieht: auf das Weisen, das Hinweisen – auf das Zeigen. Der skeptische Habitus des zweiten Zitats (»weniges«, »selten«) ist dem Umstand geschuldet, dass sich Heidegger da auf Philosophisches bezieht. Wenn man den Gedanken aber in die Lebenswelt hineinnimmt, dann muss man sagen: Alles, oft; oder gar: immer. Denn es ist wiederum eine Frage der Bildung, ob man einem·r Gesprächspartner·in durch ein Hin-weisen auf einen Sachverhalt etwas zur Ankunft in deren/dessen Lebenswelt freigibt (hier paraphrasiere ich Heideggers Worte). Es ist Bildung, um die es geht, und nicht um den verzweckten souveränen Gebrauch eines (digitalen) Werkzeugs, der freilich auch gelernt werden muss, das soll gar nicht geleugnet werden. Mit Werkzeug ist hier sowohl die Software als auch die Hardware gemeint. Es gibt ja politische Bestrebungen, Kinder im Grundschulalter flächendeckend mit Tablet-Computern zu versorgen. Man glaubt, damit der digitalen Transformation Genüge getan zu haben. Quod non.

Es geht nicht bloß um die Produktion von Inhalten, die im Rahmen einer wie auch immer verstandenen digitalen Transformation entstehen, sondern auch um ihre Performanz. Wie zeigen sie sich? Wie zeigen wir sie? Wie gestalten wir sie? Dies verstehen zu können und zu wollen machte die nachgefragte Kohärenz aus. Und sie ist eigentlich mit einem sehr einfachen Mittel zu erreichen: mit dem Gespräch. Mit dem entspannten Gespräch unter gebildeten Menschen. Das aber ist der eigentliche Mangel der aktuellen politischen Kommunikation: Die Menschen können nicht mehr miteinander sprechen. Das wäre es, was neu zu lernen wäre, und nicht etwa Programmieren – so nützlich das sein könnte – oder das schwindelfreie Benützen technischer Devices, seien sie soft oder hard. Nicht das rechnende, sondern das denkende und im Gespräch zu entwickelnde Erkennen und Herstellen von Zusammenhängen ist das, was in politicis die Hauptaufgabe mündiger Bürger·innen ist. Auch nach über 200 Jahren gilt: Sapere aude.

Für eine sinnvolle Antwort auf die gestellte Frage wäre die Frage neu zu formulieren, und zwar so, dass dabei die Bildung in den Fokus genommen wird. Im Sinne des einleitenden Platon-Zitats hieße das für mögliche Antworten: Mehr Philosophie lehren. »Kohärentes Begreifen« bedeutete dann: Lernen, wahrzunehmen. Lernen, ein Gespräch über das Wahrgenommene zu führen. Argumentieren lernen, bereits in der Schule, so früh wie möglich. Verstehen lernen. Und wenn hier »lernen« steht, so ist damit immer auch »lehren« gemeint – das heißt nämlich auch, dass man jemanden, den oder die man in einer Sache unterrichtet, auf etwas hinweist, ihm oder ihr etwas zeigt. Zeigen tut man mit dem Finger. Finger heißt »digitus«. Die Grundfunktion des Digitalen liegt im überlegten und respektvollen Gebrauch der Finger. Es gibt nichts Besseres, wenn man etwas sagen will – und auch mit Fingern kann man zählen, wenn man möchte.

Fußnoten

1) Frei übersetzt: »Mein Freund, es ist von Vornherein etwas Philosophisches im Denken des Menschen.« Auch Schleiermacher übersetzt das frei, allerdings mit einem sehr zeitbedingten – und maskulinen – Verständnis der »dianoia«: »Denn von Natur schon, Phaidros, ist etwas Philosophisches in der Seele des Mannes.« (Platon: Sämtliche Werke 4 [Hg. Grassi/Hess], Rowohlt: Hamburg 1958, S. 59.)

2) Worin das mit »Habeck« verbundene Paradoxon besteht, hat sich mir auch nach eingehenden Recherchen nicht erschlossen. Der Mann macht mit seinen Social-Media-Accounts halt, was er will. Ich sehe darin weder ein Problem, noch ein Paradoxon. Deswegen geht dieser Essay auf dieses Beispiel nicht weiter ein.

3) Titel der Vorlesung: «‹Analog› und ‹digital› gelten als Gegensätze. Doch diese Trennung ist ‹Bullshit›», (zuletzt besucht am 1. September 2018. Der Text ist inzwischen hinter der Bezahlschranke verschwunden.)

4) Zu diesem Thema vgl. die beiden Bücher von Uwe Pörksen: Was ist eine gute Regierungserklärung?, Wallstein: Göttingen 2004; und: Die politische Zunge, Klett-Cotta: Stuttgart 2002.

5) Es ist auch eine Frage der Übung, wie Daniel-Pascal Zorn in seinem bedeutenden und lehrreichen Buch »Logik für Demokraten« (Klett-Cotta: Stuttgart 2017) schreibt: »Demokratisches Handeln und Denken hat nur Bedeutung, wenn es immer wieder eingeübt wird. Demokratie ist eine Praxis, die auf dem gemeinsamen Gespräch basiert. Wer über Demokratie spricht, muss sich an dieser Praxis messen lassen.« (251f.)

6) Martin Heidegger: »Nachwort zu: ›Was ist Metaphysik?‹«, in ders.: Wegmarken, Gesamtausgabe 9, Klostermann: Frankfurt am Main 1976, 309.

Literaturauswahl zum Thema:

Harry G. Frankfurt: Bullshit. Suhrkamp: Frankfurt am Main 2006

Manfred Fuhrmann: Bildung. Reclam: Stuttgart 2002

Martin Heidegger: »Nachwort zu: ›Was ist Metaphysik?‹«, in ders.: Wegmarken, Gesamtausgabe 9. Klostermann: Frankfurt am Main 1976, 303–312

Martin Heidegger: Was heißt Denken? in ders.: Vorträge und Aufsätze. Neske: Pfullingen 1954/1990, insbes. 127f.

Konrad Paul Liessmann: Theorie der Unbildung. Zsolnay: Wien 2012

Uwe Pörksen: Die politische Zunge. Klett-Cotta: Stuttgart 2002.

Uwe Pörksen: Was ist eine gute Regierungserklärung? Wallstein: Göttingen 2004

Liane Rothenberger: Terrorismus als Kommunikation. Springer: Heidelberg 2020

Ruth Wodak: The Politics of Fear: What Right Wing Populist Discourses Mean. Sage: London 2015

Walter Ch. Zimmerli: «‹Analog› und ‹digital› gelten als Gegensätze. Doch diese Trennung ist ‹Bullshit›». https://www.nzz.ch/feuilleton/die-wiederkehr-des-analogen-im-digitalen-ld.1402729, zuletzt besucht am 1. September 2018

Daniel-Pascal Zorn: Logik für Demokraten. Klett-Cotta: Stuttgart 2017

Daniel-Pascal Zorn: Einführung in die Philosophie. Klostermann: Frankfurt am Main 2018

Dieser Beitrag wurde unter Aufsätze und Feuilletons veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.